Hausbesetzung in Essen

Mail: *Fragen und Antworten zur Besetzung des DGB- Gebäudes an der Schützenbahn 11, Essen*

*Haus der künstlerischen Arbeit*

*Warum denn eine Besetzung, da sind die Erfolgsaussichten doch gering, warum probiert ihr es nicht mit einem Antrag?*

Anträge haben wir bereits einige gestellt. Auch für eine Nutzung des
leerstehenden Verdi-Büros, dass wir nun besetzt halten, haben wir eine
schriftliche Anfrage gestellt. Die Versuche den „Weg des Papiers“ zu gehen,
endeten in diversen Mülleimern. Wir hoffen mit der Besetzung diesen
Missstand beheben zu können.

*Warum denn das DGB Gebäude?*

Der Plan ein Gebäude zu besetzen, um unsere Idee eines „Hauses der
künstlerischen Arbeit“ zu verwirklichen Bestand schon länger. Für das DGB
Gebäude sprechen zahlreiche Gründe:
1. Das Gebäude ist ideal gelegen- mitten in der Essener Innenstadt.
2. Die Architektur des Gebäudes ist für unser Vorhaben ideal. Es verfügt
über ca. 200 einzelne Räume auf 6 Etagen die KünstlerInnen zur Verfügung
gestellt werden können. Es können Ateliers, Tanzräume, Film- & Fotostudios
und vieles mehr eingerichtet werden.
Das zum Gebäude zugehörige ehemalige Verdi-Büro kann als Galerie genutzt
werden. So können wir von Anfang an mit Interessierten in den Dialog treten.
Zudem verfügt das Gebäude auch über einen Partyraum.
3. Die Türen waren nicht verschlossen.
Zusätzlich glauben wir, dass der DGB unser Anliegen grundsätzlich verstehen
müsste und dass er selbst im Falle, dass eine reguläre Nutzung nicht zu
Stande kommen sollte, den Dialog mit uns aufnehmen wird.

*Welche Schritte unternehmt ihr um zu einer regulären Nutzung zu kommen? Was
heißt denn hier reguläre Nutzung? *

Wir haben dem VGT des DGB *(**VTG Vermögensverwaltungs- und
Treuhand-Gesellschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes) unser Anliegen
schriftlich mitgeteilt und verhandeln über eine mögliche Nutzung. Wir wollen
möglichst schnell eine Situation der Rechtssicherheit für alle Künstlerinnen
des Projekts erreichen, damit wir anfangen können zu arbeiten. Wir streben
einen Mietvertrag an. *

*Wer soll das bezahlen?*

*Da das Gebäude ohnehin leer steht halten wir eine symbolische Miete für
angemessen. Für die Betriebskosten wollen wir selbstverständlich aufkommen.
*

*Wie sieht der Plan für die Besetzung aus?*

*Wir öffnen täglich, beginnend mit dem Sonntag den 18.7. , zwischen 16-20h
die Galerie. Dort laden wir ein zu Ausstellung, Gespräch und Musik. Dem
Publikumsverkehr ist nur die Galerie geöffnet, das Hauptgebäude dürfen nur
die an der Besetzung beteiligten Künstlerinnen betreten. Diese Regelung
dient hauptsächlich dem Schutz des Gebäudes. *

*Wer ist dafür verantwortlich?*

*Die Verantwortlichen haben sich zum Verein „Freiraum2010“ zusammen
geschlossen. *

* freiraum2010.de*

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