Artikel aus der Berliner Woche (Danke Lucky): „Keine Aufpasser – sofort wird geschmiert // An der East Side Gallery häufen sich die Graffiti // FRIEDRICHSHAIN. Gut zwei Monate ist die sanierte East Side Gallery inzwischen eröffnet. Aber schon nach dieser kurzen Zeit gibt es an dem Kunst-Denkmal erste unerwünschte Malereien.
Vor allem rund um den Jahreswechsel
scheinen hier zahlreiche
Besucher ihre „Visitenkarten“
angebracht zu haben. Auf
den wenigen noch freien Flächen
entlang der Mühlenstraße
finden sich viele gekritzelte
Neujahrswünsche oder Liebesschwüre
und neben manchen
Gemälden sind Graffiti-Schmierereien
zu erkennen.
Solches ärgerliches Beiwerk
gab es zwar bereits während
der Umbauarbeiten und auch
in den ersten Wochen nach der
Einweihung. Bis Ende Dezember
verschwanden die „Verzierungen“
allerdings postwendend
und fielen deshalb nicht
weiter auf.
Seither ist das anders. Denn
zu Jahresbeginn endete die Fördermaßnahme
des JobCenters
für rund 20 so genannte East
Side Guides. Deren Aufgabe
war neben dem Verteilen von
Informationsmaterial unter anderem
das sofortige Aufspüren
unerwünschter Schrift- und
Kunstwerke. Sie wurden dann
einer Spezialfirma gemeldet,
die sie zeitnah entfernte. Wohlweislich
wurde auf den Betonblöcken
eine spezielle Schicht
angebracht, die ein relativ einfaches
Säubern möglich macht.
Der Vertrag mit dieser Firma
läuft zwar noch bis Februar.
Konzept nicht genehmigt
Nur gibt es nach dem Wegfall
der Guides derzeit anscheinend
niemanden, der sie über aktuelle
Schmierereien informiert.
Außerdem haben die
Aufpasser Besucher regelmäßig
darauf hingewiesen, dass das
Bemalen der Mauer verboten
ist und auf diese Weise manchen
von seinem Vorhaben abgehalten.
Dass das Mauer-Denkmal ohne
entsprechende Kontrolle die
Sprayer-Szene geradezu anziehen
oder manchen Gast zu einem
Schriftzug verleiten würde,
war immer befürchtet worden.
Deshalb sollte auch die
Fördermaßnahme weiter gehen.
Allerdings mit einem weiteren
Schwerpunkt. „Gedacht
war daran, die Beteiligten auch
als eine Art Bildungs-Guides
einzusetzen“, sagt Bürgermeister
Dr. Franz Schulz (B90/Grüne).
Sie sollten die Gallery-Gäste
auch auf die Geschichte der
Mauer und das Entstehen der
Kunstmeile hinweisen. Dieses
Konzept wurde vom JobCenter
nicht genehmigt.
Inzwischen gibt es einen neuen
Antrag, der sich weitgehend
an den bisherigen Aufgaben als
Ansprechpartner und Aufpasser
orientiert. Für Kani Alavi, Chef
des Vereins East Side Gallery
macht das auch mehr Sinn.
„Führungen bieten wir teilweise
auch selbst an. Es ist viel
wichtiger, dass die Leute einfach
vor Ort sind und die Menschen
darauf hinweisen, dass es
sich hier um ein Denkmal handelt,
das nicht beschädigt werden
darf.“
Ob das JobCenter diesen Einsatz
weiter fördert und wenn ja,
ab wann, steht derzeit noch
nicht fest. Möglicherweise kann
es bis zu einer Entscheidung
noch einige Monate dauern.
Damit die Schmierereien aber
nicht noch in größerem Umfang
zunehmen, muss sehr
schnell etwas passieren. tf











HA HA HA,
einfach alle zwanzig Meter einen Wachturm bauen. Dann kann man die Leute besser anvisieren, die beim Bauchladenmann von Overkill Stifte kaufen.
Keine Probleme, alles eazy
Jobcenter x Zeitarbeit = Sklaverei