Die Mitteldeutsche-Zeitung ueber haerteres Vorgehen gegen Graffiti und ein geplantes Spruehdosenverbot:
Sprühdosenverbot soll bald kommen
Innendezernent Wiegand kündigt auf einer Bürgerversammlung neue städtische Verfügungen an.
HALLE/MZ. Eilig dahin gerotzte Kritzeleien möchte man sich an diesen Wänden nicht vorstellen: In der restaurierten Aula des Cantor-Gymnasiums empfing Schulleiter Ulrich Müller am Montagabend Anwohner und Gäste zum Bürgergespräch nicht ohne Stolz. Es passt, dass sich Interessierte gerade an diesem Ort der Schönheit darüber austauschen, mit welchen Initiativen der Stadtteil Glaucha aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden kann.
Viel zu lange schon modern hier Häuser und Straßenecken, zu lange auch ärgert es nicht nur Anwohner, dass Bemühungen zur Aufwertung der Bausubstanz von Sprayern zunichte gemacht und eventuelle Investoren abgeschreckt werden. Innendezernent Bernd Wiegand erläuterte die bevorstehenden Maßnahmen der Stadt, dem Vandalismus ein Ende zu setzen: Vom 3. bis 17. November sind Eigentümer und Anwohner aufgerufen, während der Reinigungsaktion „Graffitifreies Glaucha“ Immobilien auf eigene Kosten von Schmierereien zu befreien. Unterstützung durch die Stadtwirtschaft ist zugesagt.
Auch der Forderung nach härterer Bestrafung soll Rechnung getragen werden. Ab 21. November erfolgen kontinuierliche Kontrollen durch die Polizei. In Vorbereitung sei auch ein Mitführverbot von Sprayflaschen. Die städtische Verfügung sieht Geldbußen bis zu 1 000 Euro vor. „Wir gehen davon aus, dass schon in einem Monat die ersten Verbote ausgesprochen werden können“, so Wiegand gegenüber der MZ.
Dass das ästhetisch zumeist anspruchslose Beschmieren von Häusern oft wie ein kulturell aufgewertetes Delikt behandelt wird, empfindet Stefan Schulz, Vorsitzender der Jungen Union, als inakzeptabel: „Bei Ladendiebstahl greifen die Gesetze deutlich – wer den Besitz eines Geschäftsinhabers stiehlt, wird bestraft. Das sollte auch für jemanden gelten, der das Eigentum eines Hausbesitzers zerstört.“
Nach wie vor setzt die Stadt auf präventive Entwürfe. Die amtierende Jugendamtsleiterin Katharina Brederlow berichtete von Aufklärungsaktionen an Schulen in Zusammenarbeit mit der Polizei. Begleitete gestalterische Graffitiarbeiten würden im Projekt „Graffiti gegen Schmierereien“ unterstützt. Wie sich Glaucha zukünftig gestalten lässt, wird unter anderem während eines Stadtteil-Entdeckerfestes am kommenden Samstag ab 13 Uhr thematisiert. Dann sind die Hallenser eingeladen, die Schokoladenseiten Glauchas kennen zu lernen. (via)











Sprühflaschen
Also is ja bekannt das Deutschland ein Problem mit Graffiti hat….irgendwie….
aber Srühdosen verbieten is ja echt der Hammer.
1.Wie kann ich etwas verbieten was ich legal in Geschäften zb Baumärkten kaufen kann?
2.Was passiert wenn ich mein Fahrrad lackieren möchte?
3.Ist das rechtlich machbar?
4.Werd ich bestraft wenn ich legal sprühe?
„Das sollte auch für jemanden gelten, der das Eigentum eines Hausbesitzers zerstört.“
es wird eben nichts zerstört, hört sich nur besser an wenn man mit seiner Propaganda gehört werden will.
Glauchau, steh auf! Wenn unsere Häuser weiter verfallen, gibt es auch bald mehr keinen Platz für Graffiti!
es handelt sich hierbei nicht um ein „spühflaschenverbot“ (so etwas ist nahezu unmöglich praktikabel), sondern um ein „mitführverbot“ – da du mit dosen im gepäck potentieller maler bist, haste sie halt daheim zu lassen…
ein weiterer ertragsarmer griff in die juristische toilette und wiedermal ein beweis dafür wie ohnmächtig die „wohlwollende“ öffentlichkeit dieser „problematik“ gegenübersteht..
als wenn ausschließlich die bösen dosen, in händen böser jugendlicher für böses graffiti verantwortlich wären…
wenn der letzte baum, das letzte tier, die letzte ecke natur in letzter absoluter sicherheit ist und dazu noch der letzte bengel anständig erzogen wurde, dann, aber nur dann sollten sich leute darüber gedanken machen, ob sie ihre wände lieber mit aerosoulgetriebenem lack oder mit bitum-anstrich bemalt haben möchten..
Also das ist ja echt gras was bei euch abgeht, …
kann mir kaum vorstellen, dass das verfassungsrechtlich überhaupt durchgehen kann. Werd doch wohl noch farben im rucksack tragen dürfen ?1? Da muss ja jeder raucher ein potentieler brandstifter sein, ….. so ein schwachsinn, ……
Im Allgemeinen erst mal, ein schlechter Artikel. Wenn der Redakteur der Mitteldeutschen etwas Bürodampf ablassen will, sollte er wenigstens nicht seine Wut die Sätze verschleudern lassen.
Und überhaupt, er würde besser mal selbst mit seinem JU-Freund die Aula per Sprühflasche voll“rotzen“.
„Viel zu lange schon modern hier Häuser und Straßenecken, zu lange auch ärgert es nicht nur Anwohner, dass Bemühungen zur Aufwertung der Bausubstanz von Sprayern zunichte gemacht und eventuelle Investoren abgeschreckt werden.“
Ja, die armen „nicht nur Anwohner“ wie Investoren ärgern sich, die Armen. Zurecht, denn: Die gewünschte Aufwertung (Renovieren, Miete erhöhen, …-> letztendlich Gentrifizierung) kann aufgrund der Sprayflaschen-Terroristen nicht/erschwert durchgesetzt werden, was natürlich für einen marktorientierten Investoren ein Graus ist. Ein Grund, auch dümmliche Tags Law-And-Order vorzuziehen.
Noch viel Erfolg Bürger, CDU-nahe Polizeifürsten, JU-Trinker, viel Erfolg bei der Bekämpfung des Vandalismus!