22.5.2008 / „(…)Doch nicht alles, was glänzt, ist Gold. Kunstkritiker wie Ben Lewis
nennen die Untergrund-Kunst einen „Witz“ oder scherzhaft „Wichse“. „Die Leute kaufen Street-Art, aber das macht diese noch nicht gut“, sagte er laut des „Observer Magazines“. Kabaka betonte, dass nur wenige Künstler den Test der Zeit bestehen würden. „Es gibt in der Kunst immer wieder Wellen. Wer weiß, wie lange sich diese hält.“(…)“ Den ganzen Artikle gibts hier auf Focus.Online.











wie mir dieser ganze streetart-hype auf die nerven geht, kann man gar nich in worte fassen. widerlich. dabei hat ben lewis gar nich mal so unrecht mit seinem kommentar ..
is doch jedem selbst überlassen was er in seiner freizeit etc. macht…oder…nur weil einige leute keine phantasie/ideen haben müssen sie die dinge ja nicht gleich prangern…bin und bleib dabei…
klar kann jede/r in seiner/ihrer freizeit machen …
fuer mich besteht der kern der lewis’schen aussage auch in dem ganzen verkaufsding. ueber den preis, den einige nasen fuer, durchaus freshe sachen hinlegen, wird die hippness dieses ganzen streetart-dingens legitimiert, waehrend der preis mit der hipp- und freshness des derzeitigen streetart-booms begruendet wird. die qualitaet der arbeiten wird dabei, wenn ueberhaupt, nur sekundaer betrachtet. aber qualitaet ist in meinen augen, auch in der streetart, ein hohes gut, welches leider immer staerker abgeht. und an diesem punkt funktioniert auch die aussage kabakas, dass nur wenige kuenstler den test der zeit bestehen werden. wohlgemerkt spreche ich vom verkauf, nicht vom fortbestand auf der strasse.
ich finde es halt falsch, bei jedem piece a priori von kunst zu sprechen. der prozess des entstehens, der ideenentwicklung, des schaffens, der meinungsbildung, der aufmerksamkeitserfahrung und und und haben sicher etwas mit kunst zu tun. keine frage. aber qualitaet ist, zumindest fuer mich, EIN kriterium in der betrachung von kunst.
nunja, man wird diesen, ick sach ma, ausverkauf nich aufhalten koennen, oder wollen. aber es wird definitiv zu einer pro-quantitaets- und einer kontra-qualitaetssituation fuehren. wie beim punk.
auf der strasse sollte dies aber primaer egal sein.
und alles liegt im auge des betrachtenden .. cheerzzz
Mich wundert nur, dass dem Feuilleton die Geschichte nicht langsam langweilig wird. Das sind doch die immer gleichen Artikel:“Banksy in Stadtteil Hackney im Osten Londons, Angelina Jolie, Brad Pitt…booohooohoooo…..
ich hätt ja nix dagegen wenn sich die ganze streetart geschichte endlich mal im sinne der kunst etabliert.
ist es nicht langweilig in galerien immer nur 5*5m leinwänden in einem farbton gegenüber zustehen. bzw. zusammen gewürfeltem interior irgend einen sinn abzugewinnen, und beim nächsten koitus, von welchem lebewesen auch immer, auf leinwand/film/colage/foto lauf ich schnurstracks wieder aus der gallerie…. any way.
wär es bei diesem stand der ‚aktuellen‘ kunst nicht schön wenn mal neues leben in die alten säale kommt?! z.B. die ausstellung in der INTOXICATED DEMONS GALLERY hätt ich mir am liebsten den ganzen tag lang angeschaut und durch die neue nationalgalerie bin ich nur kopfschütteln gehuscht.
schön fänd ich’s daher wenn sich die schreiberlinge nicht auf banksy einschießen sondern mal dieses ‚neue‘ metier ausleuchten…
ob das jetzt jedem gefällt, weil’s ja mainstream/hype/wattauchimmer ist, ist ne andere sache. kommt ja auch drauf an wie man streetart definiert. sind’s nur die stencil, zählen throw-ups die mit pinsel gemacht wurden auch dazu, ist chrom schon avantgarde… who gives a rats ass!!!
peace out
ich meinerseits bin auch der meinung das dieser „streetart-ich will-in-ne-gallerie-un-fame-bekommen-hype“ einem tierisch auf die nerven geht…ich gehe immer noch vom ausgangspunkt streetart aus und das bedeutet wie es der name schon sagt: kunst auf der straße und nich inner gallerie…