Mirko Reissers Kunst aus der Dose / Hamburger Abendblatt

Gerade ueber den gestern im Hamburger Abendblatt erschienenen Artikel ueber Marko Reisser aka. DAIM gestolpert – hier der Link.

Dafür, dass der Hamburger Mirko Reisser alias DAIM einer der bedeutendsten Graffiti-Künstler weltweit ist, sieht er ziemlich normal aus: ein jungenhafter Mittdreißiger mit kurzem Haar und Brille. Wer erwartet hat, dass die Tür zum Atelier von einem Rapper mit farbverschmierten Hosen und Baseballkappe geöffnet wird, hat sich getäuscht. (..)

Mittlerweile ist die Kunstwelt auf Mirko Reisser aufmerksam geworden. (..) „Ich habe lieber Ausstellungen in Kunstvereinen als in einer Hinterhof-Galerie in der New Yorker Bronx“, sagt Reisser, der mittlerweile von seinem Beruf gut leben kann. Für seine Bilder auf Leinwand werden mittlerweile Summen im fünfstelligen Bereich gezahlt. „Das können sich nur noch Sammler leisten“, so der Künstler. Vorbei die Zeiten, als er für Studenten, Autohändler oder Pizzabäcker gegen Bezahlung die Sprühdose zückte.

Trotzdem ist er auf dem Teppich geblieben und bezeichnet nach wie vor auch die Straße als sein Atelier. „Das, was ich dort mache, bringt kein Geld“, sagt Mirko Reisser. „Aber die großen Bilder sind gut fürs Image.“

Auch wird in dem Artikel auf die Ausstellung „Fresh Air smells funny“ (Ende Januar in Osnabrueck) hingewiesen. Auf Kommentare bin ich gespannt :) *

LINKS:
-Daim´s Website

daim

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13 Antworten auf “Mirko Reissers Kunst aus der Dose / Hamburger Abendblatt”


  1. Gravatar Icon 1 sweza 09. Januar 2008 um 12:55 Uhr

    „Aber die großen Bilder sind gut fürs Image.“ aha verstehe?!?

  2. Gravatar Icon 2 sweza 09. Januar 2008 um 12:58 Uhr

    so ne scheisse ich als mac-user muss bei umlauten aufpassen, kannste da nich just mal was machen?

  3. Gravatar Icon 3 just 09. Januar 2008 um 14:18 Uhr

    wie was machen?

  4. Gravatar Icon 4 ak47.de 09. Januar 2008 um 17:14 Uhr

    naja buisness ist halt gut für ne dicke karre , aber der gesellschaft bringts nichts – daim ist ebenso ne brand wie nike und co – leider – und dass er jetzt lieber reiche schnösel für seine bilder als rezipeinten aussucht , als nen obdachlosen auf der strasse zeigt doch vieles ..

  5. Gravatar Icon 5 ak47.de 09. Januar 2008 um 17:15 Uhr

    scheisse – rezipient ..:((

  6. Gravatar Icon 6 sweza 09. Januar 2008 um 22:11 Uhr

    sorry just war auf dem rechner im büro komisch ist aber hier ok;)

  7. Gravatar Icon 7 just 09. Januar 2008 um 22:15 Uhr

    @ sweza, ich weiss garnicht was du meintest…

    und ak: ..zeigt doch zB das er von dem was er tut okey leben kann oder? und das ist doch erstmal super. nen obdachloser finanziert mir und familie keinen urlaub :) und iegentlich sollen doch lieber alle reich sein als anders herum.

  8. Gravatar Icon 8 ak47.de 10. Januar 2008 um 13:44 Uhr

    hmm reich sein .. naja – ich denke herr daim wird die kohle aber eher für trendige modemarken und wasweissichfürjunkfood&applecomputer ausgeben als damit alternativen stuff supporten . das er davon sehr gut leben kann, zeigt schon der 5-stellige bereich – d.h 10000 – von 5000 € kann ich ohne probleme 1 jahr leben , denn 5000 gehen an den vermittler.
    es geht mir auch mehr um die formulierungen zu seinem handeln , als darum dass man sich mit writing oder streetart finanziert.
    jeder ist darauf aus von dem leben zu können was er tut, aber es ist noch eine frage wie man sich der „szene“ gegenüber verhält.
    also ein kunstverein wird nicht antikapitalistische bis sozialistische ideen supporten – die sind ebenso knallhart merktorientiert. dass bringt der gesellschaft nicht allzuviel. sondern nur den einzelnen „künstlern“ und „künstlervertretern“ .
    wenn jetzt ein kunstverein was über streetart bringt , dann nur weil es sammler gibt die interesse daran haben , gewisse leute zu vermarkten.
    eine kleine bronx gallery macht das wohl noch mehr aus idealen heraus. dort werden ausserdem nur ideen rausgeklaut (von trendscouts) die dann in einem schlechten abklatsch in einem white cube platziert werden – zudem mit einem wahnsinnigen budget.
    wieso ein daim in gallerien a la kusntverein osnabrück ausstellt ist einfach an dem profitinteresse gewisser “ sammler und galleristen“ geknüpft. wenn dann die luft rausgezogen ist, oder man sich nicht mehr an ihre spielregeln hält , lassen die galleristen dann jeden künstler fallen – denen gehts nicht um menschen oder kunst – sondern um größtmögliche profite.

    das zeigt auch wer z.b bildervon banksy gekauft hat – die deutsche bank – die werden sicherlich nicht banksys grundideale gut finden – sondern fette renditen erwarten , wenn die preise für banksybilder weitersteigen.

    die kunstwelt ist der neue investitionsplatz für alle vom immobilienmarkt enttäuschten , oder wenigstens ein neuer platz für investitionen und renditen ;)

    zeitungen wie „art“ oder der kunstpart in der „zeit“ sind doch nur werbeangebote für kunstkäufer .

    die echte kunst findet halt immernoch woanders statt – bei streetart auf der strasse und bei guter malerei im ateliers& trashgallerien und nicht in der pinakothek der moderne in münchen – wo ein daim&loomit hinwill

  9. Gravatar Icon 9 just 11. Januar 2008 um 1:20 Uhr

    hmm reich sein .. naja – ich denke herr daim wird die kohle aber eher für trendige modemarken und wasweissichfürjunkfood& applecomputer ausgeben als damit alternativen stuff supporten .

    ich find so kram super ehrlich gesagt – vielleicht nicht gerade sone fashion-trends, aber alles andere, wie action-figuren, mercedesse statt trabbis(oder nyc-rennraeder statt holland-bikes von mir aus) und technick-schnack wie segamega-drives, nintendos und flatscreens etc. Will Urlaub auf den Malediven und nicht immer nur an der Ostsee. Und ich glaub nicht das es Prinzp des Kommunismus ist arm zu sein.

    jeder ist darauf aus von dem leben zu können was er tut, aber es ist noch eine frage wie man sich der „szene“ gegenüber verhält.

    naja und was ist wenn es sowas wie die „szene“ garnicht gibt? szene heisst gruppe von mensch die irgendwelche interessen teilen, oder? und vielleicht wars das dann auch schon – wer stellt denn dann regeln fest wie: „don´t sell out“? aber dazu hab ich hier auch schon ein bisschen geschrieben.

    zeitungen wie „art“ oder der kunstpart in der „zeit“ sind doch nur werbeangebote für kunstkäufer .

    ey, die hab ich im abo! (bloederweise)

    die echte kunst findet halt immernoch woanders statt – bei streetart auf der strasse und bei guter malerei im ateliers& trashgallerien und nicht in der pinakothek der moderne in münchen – wo ein daim&loomit hinwill

    na ich glaub schon das sich viel gute kunst auch in galerien findet, oder? der unterschied zu streetart in galerien ist nur das streetart bzw graffiti den strassenbackground mitbringen muss und dass das in den augen der meisten(?) streetartists wohl nicht ganz funktioniert (das bestimmt vermehrt in den augen derer die eh so „real“ sind und die „regelaufsteller“ im streetart sind :) ). Ich glaub das dem „Streetart“ vom wesen her keine „anti-kapitalistische haltung“ oder sonstwas innewohnt. graffiti „zerstoert“ zumindest was und richtet sich somit gegen das prinzip eigentum.

  10. Gravatar Icon 10 just 11. Januar 2008 um 9:53 Uhr

    …ich bin gerad etwas provo untewegs :) :d/

  11. Gravatar Icon 11 ak47.de 11. Januar 2008 um 17:06 Uhr

    nix gegen die „zeit“ als solches – aber wer mal genau die autoren gewisser texte sieht und dann mit wem wer rumhängt – da ergibt sich schon vieles. kunstbuisness ist halt nicht anders als jeder andere buisness.

    von sell out rede ich nicht – ich finds ok wenn man für 1000000 ne leinwand an irgendnen trottel verkloppt , weil er glaubt kunst gekauft zu haben – ne ich denke es ist mehr der kommentar “ ich stelle lieber in einem kunstverein aus als in einer hinterhofbronx gallerie“ der mich nervt . diese überheblichkeiten – tut mir leid , aber dass ist halt ernst gemeint. ich frage mich jedeoch ob er glaubt dass er mit seiner 100fach wiederholten ästhetik noch menschen bewegt – höchstwahrscheinlich würde er eher in der bronxgallerie ausgebuht werden , weil der stuff schon jahrezehnte alt ist- für kunstvereinsrezipienten ist dass noch neu was er macht , aber im grunde schon vorbei…

    zum rest – was reichtum und so angeht , es muss jeder selber entscheiden wofür er seine kohle ausgibt- und ein urlaub an der sowjetischen ostsee kann garantiert auch ill sein…

    weshalb ein bissl antikaptilismus mit drinne sein könnte – der streetartist bringt ungefragt&ohne profit stuff auf der strasse an – also klar frei von marktwirtschaftlichen grundsätzen
    :)>-

  12. Gravatar Icon 12 just 11. Januar 2008 um 17:21 Uhr

    ich meinte die art :d

    aber ansonsten hast du glaub ich schon recht!! und der eine satz nervt aufjedenfall, aber 1. weiss mensch ja eh nie wirklich ob alles so stimmt und gesagt wurde wie es dann in den medien praesentiert wurd und 2. (ich geh mal davon aus dass das zitat stimmt) find ichs cool das er´s einfach so zugibt und nicht so tut als sei er noch fett down mit der bronx oder sonstwas – denn sowas nervt manchmal noch mehr :)

    weshalb ein bissl antikaptilismus mit drinne sein könnte – der streetartist bringt ungefragt&ohne profit stuff auf der strasse an – also klar frei von marktwirtschaftlichen grundsätzen

    aber nur weil ich was umsonst mache ist das ja noch laaange nicht gleich antikapitalistisch. …und da haben die ganzen domestizierungs-theoretiker_innen auch glaub ich ein stueck weit recht wenn sie sagen das die leute sich in f-hain und kreuzberg (und vergleichbaren) schon fast ueber niedliches streetart freuen als das jetzt als sachbeschaedigung zu sehen.

    hier nochmal der link zur corax-disko ;) :
    http://just.blogsport.de/2007/12/30/splasher-vs-streetart-interview/

  13. Gravatar Icon 13 teabag 14. Februar 2008 um 22:44 Uhr

    diese ausstellung ist nicht in einem marktorientierten kunstverein, sondern in der städtischen kunsthalle in osnabrück zu sehen. von kommerz und kapitalismus ist hier nichts zu spüren. wenn aber doch jemand etwas kauft, so ist das einfach nur erfreulich für die künstler, sonst können ja nur noch reiche bürgersöhnchen kunst machen, also was wollt ihr.

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