„Splasher vs. Streetart“ / Interview

SPLASHER VS. STREETART

Interview mit Paul (Radio Corax), Christian Heinecke („Street Art – Die Stadt als Spielplatz“) und Tower / Dezember2007

(via Ueberdose.de)
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24 Antworten auf “„Splasher vs. Streetart“ / Interview”


  1. Gravatar Icon 1 frl.zucker 30. Dezember 2007 um 12:54 Uhr

    „die streetartists sind ja teilweise auch selber grafiker…“

    hihihiiiii

  2. Gravatar Icon 2 sweza 31. Dezember 2007 um 0:19 Uhr

    diese feste regel hat sich gelockert… aha es existieren streetart regeln?? war mir neu…

  3. Gravatar Icon 3 just 31. Dezember 2007 um 1:17 Uhr

    xx

  4. Gravatar Icon 4 berlin 31. Dezember 2007 um 12:18 Uhr

    aufmerksam und krütüsch wie immer
    weiter immer weiter!!

  5. Gravatar Icon 5 !YO! 31. Dezember 2007 um 13:52 Uhr

    Hmmm….ich wollte grade posten, dass ich das Interview recht vernünftig fand (z.B. die Kritik an der plumpen Splasher-Politik….), ich hör´s mir gleich nochmal an ;-)

  6. Gravatar Icon 6 just 31. Dezember 2007 um 14:29 Uhr

    ja ich find den beitrag auch okey(!), ich finds nur ein bisschen problematisch mit verkuerzter kapitalismus- & konsumkritik von der doktrin auszugehen das streetart(vgl. mit dem klassischem graffiti) etwas total rebellisches waer – etwas sich vom wesen her zwingend gegen „das establishment“ richtendes. ich will das auch garkeinem vorwerfen und es ist auch toll und vielleicht noetig dass diese thematik einmal besprochen und da aufgeraeumt wird … was in dem beitrag ja auch gemacht wird.

    hm, ich glaube ich leide auch ein bisschen am arthus-hater-syndrom und reagiere deswegen immer ein bisschen zu sensibel wenn ich von leuten hoere die sich theoretisch mit „streetart“ oder graffiti beschaeftigen :) sry

    edit:
    eigentlich kann jede_r „streetart“ so sehen wie er_sie das mag (bittebitte) – aetzend nur wenn leute dann davon ausgehen die definitionsmacht ueber den terminus zu haben, sich fuer den begriff universell geltene „regeln“ basteln und im folgenen die verkaufszahlen von banksy`s bildern, das ausstellen von kuenstler_innen in gallerien, das verkaufen von arbeiten in shops, sowie „das zurueckgreifen“ von werbefirmen auf aesthetik des „streetart“ etc etc auf dem standpunkt irgendeiner „roughen realness“ zu kritisieren. ich find das alles slightly arrogant, elitaer und besonders von menschen(bspw. radiomoderatoren) die nie selbst etwas geklebt, oder gemalt haben etwas ueberheblich & deplatziert.. und: „streetart“ oder besser urban-art gibt es schon ein bisschen laenger als die buergerliche mittelschichtler_innen-dekade aus berlin friedrichshain von 03*; denn diese sind auch nur einen (unter vielen anderen) moeglichen weg kuenstlerischem arbeitens auf der strasse gegangen, der im endeffekt und trotz politischer intention (anti-werbung, anti-kommerz usw) auch nur ein bild (re)produziert hat welches den mainstream bediente und somit eine im kapitalismus ganz „natuerlich“ und absehbare entwicklung gegangen ist. wirklich beschweren kann sich da denk ich keine_r..

    *f-hainer class of 2003: streetartler_innen auf die sich autor christian heinecke bezieht.

  7. Gravatar Icon 7 just 31. Dezember 2007 um 17:21 Uhr

    und juhuu splasher-bashing(!!)

  8. Gravatar Icon 8 Krist 31. Dezember 2007 um 18:03 Uhr

    Hmmm… ich muss sagen, ich find das immer etwas müßig den gegensatz zwischen quasi so einer antikommerziellen realness und einer einverleibten kunst aufzumachen. das impliziert immer, dass man sich für eine seite entscheiden könnte. die kapitalistischen verhältnisse lassen so eine wahl aber nunmal nicht zu. viel interessanter finde ich, wie man diesen widerspruch selbst thematisiert und explizit macht. und da gibt es innerhalb der pop- und subkultur – unter die ich jetzt auch mal street art subsumieren will – leider selten klare momente. da wird sich gewunden und entschuldigt und ständig darauf verwiesen, dass man ja von irgendwas leben muss. und so kommt man dann auch zu der meinung, dass es ja an und für sich schon okay ist, street art-objekte für 150.- euro zu verkaufen, aber eben nicht okay, wenn sie für 150.000.- euro übern ladentisch gehen. das problem ist doch nicht der preis, sondern dass im kapitalismus nunmal alles zur ware werden kann. und der punkt ist in solchen beiträgen immer der blinde fleck, den es – meiner meinung nach – viel eher auszuleuchten gälte. naja…

  9. Gravatar Icon 9 frl.zucker 31. Dezember 2007 um 18:21 Uhr

    aber vielleicht ist christian heinicke ja einer von diesen „grafikern, die tagsüber am laptop sitzen und nachts illegal ihre streetart ankleben“? wer weiss, kihihi… ich fands jedenfalls ganz schön lustig dass der das so erzählt hat und dabei ernst bleiben konnte.

  10. Gravatar Icon 10 !YO! 31. Dezember 2007 um 20:43 Uhr

    @Just: Findest du, dass die sich selber „real/rough“ sehen? Ich hab das so verstanden, dass die sagen, dass die Werbefirma xy sagt: „Boah, Streetart ist aber real und rough und deswegen holen wir uns den Gestus für unsere Produkte, damit sie sich besser verkaufen“ Affirmativer Spektakel-shize halt.
    Aber dass die sich selbst als echt sehen und Werbung voll unecht sein soll, weiß nicht, das hab ich nicht rausgelesen.

    Streetart spielt einfach ein Stück weit an der Grenze der Wertverwertung und das macht es wohl für viele so interessant. Aber das tut Kinderfußball auch…

    Ich find´s auch immer sehr seltsam, wenn sich Leute total für Streetart interessieren, aber selber nix machen. Da ist doch nix dabei. Ich versteh nicht was eineN da bremsen sollte es nicht zu tun.

    Ich kann gerade meine Gedanken im Kopf nicht sortieren (weil das Silvester gleich los geht, mampfmampf!), aber ich hoffe es kommt rüber, was ich sagen will.
    Die Diskussion hier ist eh viel zu vernünftig ;-)

  11. Gravatar Icon 11 just 31. Dezember 2007 um 21:59 Uhr

    oehm ja… ich denk ich hab das mit dem „roughen“ und der „realness“ auch etwas vermischt – im beitrag ist jedenfalls von der roughen -->aesthetik< — des „streetart“ die rede. den begriff der realness habe ich selbst unterstellt.

    jetzt auch keine zeit mehr – guten rutsch und kram!!!

  12. Gravatar Icon 12 197MIW 02. Januar 2008 um 12:01 Uhr

    ich finde diese diskussion besser als das interview.
    vor über zwanzig jahren habe ich mit graffiti aufgehört, weil die gesellschaft, ich komm vom dorf, mich öffentlich an den pranger gestellt hat (schulverweis, arbeitsstunden…). vor knapp drei jahren habe ich selbst wieder mit stencils angefangen, weil ich einfach fasziniert war von den dingen, die auf der straße gesehen habe und wollte es einfach nochmal ausprobieren, jetzt verbringe ich damit jede frei minute, weil es mir spaß macht und wenn irgendjemand was von mir kaufen möchte, dann soll er das doch tun, solang die preis niedrig bleiben. ich verkaufe meine sachen für 10 bis 100 euro. ist doch ein geiles gefühl, jemand findet deine sachen toll und gibt dir dafür geld. mich hat mal eine gallerie angesprochen, die wollten mal eine große ausstellung mit mir machen, ich dachte warum nicht, aber als ich ihnen klar gemacht habe, das ich nicht mehr als 100 euro für die bilder haben will, sagten sie zu mir, das der finazielle gewinn für sie einfach zu gering ist, die wollten 50% haben. 50% für was? ich halte nicht von gallerien, es gibt dort zuviele leute die nur das geld sehen und nicht mehr.
    heute arbeite ich für werbeagenturen und alle wollen streetart, die agenturen und die kunden, alle, aber sie werden nie gutes zeug bekommen, weil sie sich selbst im wege stehen, sie haben keine ahnung: „ach, könnte man das nicht so machen oder das kann man so nicht machen; nein, das ist gegen die ci; ach, fräulein müller, wie finden sie das denn als zielgruppe.“ am anfang habe ich mich auch damit schwer getan, aber mittlerweile sehe ich das ein bischen anders, weil das zeug, was in den werbeagenturen gemacht wird, nicht einmal im ansatz was mit den zeug von der straße zutun hat.
    streetart ist nun mal ein teil unserer geschichte, vielleicht wird es in zwanzig jahre eine „swoon universität“ oder einen studiengang graffiti geben.

    ich freue mich auf 2008, bin gespannt was auf den staßen zu sehen sein wir und das es bald wärmer wird, mir friet immer der kleister am pinsel fest.

  13. Gravatar Icon 13 kasimasi 04. Januar 2008 um 13:18 Uhr

    Es ist doch gut, wenn Banksy für 150.000 Euro sein Bild verkaufen kann. Das gibt der Streetart-Bewegung eine große Aufmerksamkeit. Vielleicht wird damit der ein oder andere Mensch für jene Art von öffentlicher Kommunikation sensibilisiert.
    Das Problem dabei ist jedoch das es hier das System des Kapitalismus wieder einmal geschafft hat eine kritische, autonome Bewegung, die den Anspruch haben kann außerhalb der kapitalistischen Verwertungslogik zu liegen zu assimlieren, sprich in sich aufzunehmen. Das wird im Fall von Banksy besonders deutlich. Er übt in seinen Werken Kritik an Militarismus, an Konservatismus/Konformismus und an der Konsumgesellschaft an sich. Nun wird ein Teil seiner Arbeit und damit auch seines GEISTES und seiner Idee,seine Kreativität und sein KRITISCHES Verständnis vom Kapitalismus selber zur Ware auf einen Markt wo mit Kunst gehandelt wird. Die Kritik am Sytem wird konsumierbar und verliert dadurch ihren Gehalt. Kunst wird ausgenutzt und missbraucht, sie ist nichts weiter als eine Nutte des Kapitalismus. Ihre Freier sind die Herrschenden, die Aliens, die wir aus den Medien kennen und die uns so fremd sind. Sie kommen in ein Bordell und betrachten die Ware, reduzieren sie auf ihre Ästhetik und kaufen um ihre vermeintlichen Bedürfnisse zu stillen und sich gut zu stellen. Dies geschieht im Großen wie im kleinen und wir alle sind davon durchdrungen. Also ihr Künstlerinnen: Verkauft eure Seelen, Verkauft auch eure Schönheit und eure Vernunft.Wir haben ja keine andere Wahl.

  14. Gravatar Icon 14 mc schrubber 07. Januar 2008 um 21:23 Uhr

    es ging doch bei dem interview um eine zentrale frage: street art ist in der mitte der gesellschaft angekommen und so genannte kunstsammler (aka b.pitt und co) haben richtig bock auf das zeug von der straße, oder eben nicht mehr von der straße. wie stehen denn nur leute dazu, die selbst an nem punkt sind, ihr zeug mglw. für richtig kohle zu verdrücken. ist das ne option? ändert das das eigene schaffen auf der straße? fangen leute streetart an um irgendwann damit richtig geld zu machen? das sind doch die eigentlichen fragen, die spannend sind, zu klären. und das is mir mr. just’s würgereiz bezüglich der inhaltlichen auseinandersetzung zu streetart ganz schön egal. guck dir doch mal die veröffentlichungen an, alles bilderbespaßung. inhaltlichkeit wird nur punktuell gegeben, und das ist gut oder was? das eigene handeln kritisch zu reflektieren scheint ja eh mal angebracht…siehe nOel der mir auf seiner website erzählen will, dass er ein freund der stadtverschönerung ist und diese ganzen tags und schmierereien sehr kritisch sieht. noel macht berlins stadtmarketing!

    darüber hätte ich gern mal geredet

  15. Gravatar Icon 15 just 08. Januar 2008 um 3:09 Uhr

    Das Problem dabei ist jedoch das es hier das System des Kapitalismus wieder einmal geschafft hat eine kritische, autonome Bewegung, die den Anspruch haben kann außerhalb der kapitalistischen Verwertungslogik zu liegen zu assimlieren, sprich in sich aufzunehmen.

    ..ich glaube nicht das wir uns(oder irgendwas) von dem uns umgebenen system des kapitalismus trennen koennen. und das meinte ich im post weiter oben mit „..und somit eine im kapitalismus ganz “natuerlich” und absehbare entwicklung gegangen ist.“ aber den anspruch kann natuerlich alles gerne haben :)
    ansonsten finde ich diese „nutten“, freier, bordell metaphern ziemlich daneben.

    und mc schrubber, schoen das du auch etwas geschrieben hast, aber ich hab einiges wohl nicht ganz verstanden…

    ich denk das „die option zeug zu verdruecken“ und ob das nun fuer viel oder wenig geld passiert irgendwie die entscheidung jedes_r einzelnen ist, oder?

    und es gibt sicher 1000 super illustrator_innen die in ihren bueros sitzen und character, whatever zeichnen dessen art der breiten masse vllt. besser gefallen wuerd als so manches was es jetzt so auf der strasse gibt. ob die dann wegen des hypes (ankunft von streetart in mitte der gesellschaft) nun auf die strassen tapern ist ne andere frage. glaub ich aber nicht. gehoert eben noch mehr zu. was genau ist daran jetzt spannend?

    guck dir doch mal die veröffentlichungen an, alles bilderbespaßung. inhaltlichkeit wird nur punktuell gegeben, und das ist gut oder was?“

    meinst du mit veroeffentlichung die „streetart“ auf den strassen?
    muss denn immer inhaltlich etwas gegeben sein um etwas gut zu finden? versteh den satz nicht ganz.

    das eigene handeln kritisch zu reflektieren scheint ja eh mal angebracht

    das eigene handeln zu reflektieren ist immer angebracht.

    …siehe nOel der mir auf seiner website erzählen will, dass er ein freund der stadtverschönerung ist und diese ganzen tags und schmierereien sehr kritisch sieht. noel macht berlins stadtmarketing!

    ja das macht noel wohl. ist doch super..
    aber wo ist jetzt genau der wiederspruch tags nicht schoen zu finden und dem anspruch mit gemalten sachen die „stadt schoen macehn zu wollen“?

    darueber reden wuerd ich auch gern.

  16. Gravatar Icon 16 mc schrubber 08. Januar 2008 um 23:40 Uhr

    also, folgendes zu klärung meiner aussagen, die zugegebenen maßen teilweise etwas zu kurz geraten sind.

    dass sich dem kapitalismus keiner entziehen kann ist klar. verkürzte kapitalismuskritik, wie teilweise auch schon in der ablehnung best. unternehmen bzw. personen, an den wänden klebend gesehen, sind hierbei mehr als regressiv.

    es ging mir auch gar nicht darum irgendwen zu beschuldigen (banksy bspw. oder irgenwen der hohe summen mit seinen arbeiten verdient) sondern eher um die frage, ob sich mglw. die motivation für street art ändert?

    >>> das ist natürlich quatsch, da natürlich nur der den preis bestimmen kann, der sich im fokus der nachfrage besfindet. wenn keiner mein zeug kaufen will, kann ich lediglich soweit runter gehen, dass sich leute bei der entscheidung kippen oder nen bild zu kaufen, für mich entscheiden. und natürlich gibt es ohne ende fitte grafiker, aber deren zeug geht halt nicht für entsprechende summen bei londoner auktionen weg, geschweige denn gibts derartige hypes.

    im bezug auf veröffentlichungen sprach im vom geschriebenen wort, meistens mehr als 3 und in buch- bzw. kopieform: es gibt sehr viele schön anzusehende bilderbücher und einiges was wortlaut von den artists beinhaltet. doch der versuch, dieses phänomen aufzuarbeiten und fargen zu beantworten, wird nur von sehr sehr wenigen unternommen. einige diplom/master/magister/wasweißichnicht arbeiten bieten dabei schon die spitze des eisberges. die ganze sache inhaltlich zu untersuchen finde ich sehr wichtig. doch gewisse ablehnungsgefühle bestehen warscheinlich auch deshalb, weil viele streetartists ausschließlich aktionistisch agieren und nicht den versuch unternehmen, ihr eigenes handeln im bezug auf städtische kommunikation, veränderungsprozessen in der stadt und mglw. auch gentirfizeirungsförderung (splasher) zu untersuchen.
    und dass der süße noel eigentlich gar nichts böses will und nur ne wurmkollonie in berlin schaffen will ist erstmal ok. doch seine ablehnung von taggs oder wie er sagt

    macht die sache zu einer ekligen angelegenheit. denn dieser spruch lässt sich zusammenfassen mit: ich noel und meine streetartfreundinnen in berlin machen die ganze stadt total neckisch und sweet, da überall was baumelt und glotzt, der deutsche soll schön schmunzeln, is er nazi, auch egal, unpolitisch halt. aber dann gibts da noch son paar typen, nehmen die cans ohne schablone zur hand und schreiben überall buchstabenkombis an wand,karre,glasfassade,bahn,sonstwo und nehemn keine rücksicht, wo ihr zeug gerade niedlich hinpasst. abgesehen davon kostet ihr zeug richtig kohle, für den, der es wegmachen will. und das findet der noel alles scheiße, denn diese typen machen seine stadt dreckig…gehts noch???

  17. Gravatar Icon 17 mc schrubber 08. Januar 2008 um 23:43 Uhr

    upps, da hat das mit diesem zietiern dann doch wohl nicht so geklappt, naja, wers lesen will kriegt es schon raus

  18. Gravatar Icon 18 mc schrubber 09. Januar 2008 um 0:06 Uhr

    scheiße, der sinn wird nicht klar, da das zitat von just fehlt, jetzt nochmal neu:

    also, folgendes zu klärung meiner aussagen, die zugegebenen maßen teilweise etwas zu kurz geraten sind.

    dass sich dem kapitalismus keiner entziehen kann ist klar. verkürzte kapitalismuskritik, wie teilweise auch schon in der ablehnung best. unternehmen bzw. personen, an den wänden klebend gesehen, sind hierbei mehr als regressiv.

    es ging mir auch gar nicht darum irgendwen zu beschuldigen (banksy bspw. oder irgenwen der hohe summen mit seinen arbeiten verdient) sondern eher um die frage, ob sich mglw. die motivation für street art ändert?

    zitat just: ich denk das “die option zeug zu verdruecken” und ob das nun fuer viel oder wenig geld passiert irgendwie die entscheidung jedes_r einzelnen ist, oder?

    >>> das ist natürlich quatsch, da natürlich nur der den preis bestimmen kann, der sich im fokus der nachfrage besfindet. wenn keiner mein zeug kaufen will, kann ich lediglich soweit runter gehen, dass sich leute bei der entscheidung kippen oder nen bild zu kaufen, für mich entscheiden. und natürlich gibt es ohne ende fitte grafiker, aber deren zeug geht halt nicht für entsprechende summen bei londoner auktionen weg, geschweige denn gibts derartige hypes.

    im bezug auf veröffentlichungen sprach im vom geschriebenen wort, meistens mehr als 3 und in buch- bzw. kopieform: es gibt sehr viele schön anzusehende bilderbücher und einiges was wortlaut von den artists beinhaltet. doch der versuch, dieses phänomen aufzuarbeiten und fargen zu beantworten, wird nur von sehr sehr wenigen unternommen. einige diplom/master/magister/wasweißichnicht arbeiten bieten dabei schon die spitze des eisberges. die ganze sache inhaltlich zu untersuchen finde ich sehr wichtig. doch gewisse ablehnungsgefühle bestehen warscheinlich auch deshalb, weil viele streetartists ausschließlich aktionistisch agieren und nicht den versuch unternehmen, ihr eigenes handeln im bezug auf städtische kommunikation, veränderungsprozessen in der stadt und mglw. auch gentirfizeirungsförderung (splasher) zu untersuchen.
    und dass der süße noel eigentlich gar nichts böses will und nur ne wurmkollonie in berlin schaffen will ist erstmal ok. doch seine ablehnung von taggs oder wie er sagt

    zitat noel:Ihm geht es in erster Linie darum, die Stadt zu „dekorieren“, die Passanten einen Moment für sich zu gewinnen, ihnen vielleicht ein schmunzeln zu entlocken. Er versteht Streetart als eine individuelle Ausdrucksform, mit der man den Alltagstrott durchbrechen kann. Mit seinen Figuren möchte er etwas von dem zurückgeben, was er durch andere Streetart- Künstler an positiven Impulsen bekommt. Dabei legt ,nOel` großen Wert auf den gestalterischen Aspekt. Das erbarmungslose Geschmiere mancher Tags, das nur dazu dient, das jeweilige Revier zu markieren, sieht er entsprechend kritisch.

    macht die sache zu einer ekligen angelegenheit. denn dieser spruch lässt sich zusammenfassen mit: ich noel und meine streetartfreundinnen in berlin machen die ganze stadt total neckisch und sweet, da überall was baumelt und glotzt, der deutsche soll schön schmunzeln, is er nazi, auch egal, unpolitisch halt. aber dann gibts da noch son paar typen, nehmen die cans ohne schablone zur hand und schreiben überall buchstabenkombis an wand,karre,glasfassade,bahn,sonstwo und nehemn keine rücksicht, wo ihr zeug gerade niedlich hinpasst. abgesehen davon kostet ihr zeug richtig kohle, für den, der es wegmachen will. und das findet der noel alles scheiße, denn diese typen machen seine stadt dreckig…gehts noch???

  19. Gravatar Icon 19 mc schrubber 10. Januar 2008 um 22:26 Uhr

    justiboy, war das jetzt zuviel, oder was?

  20. Gravatar Icon 20 just 11. Januar 2008 um 0:25 Uhr

    nene, aber ich dacht ich wart´ nen bisschen und schau ob jm anderes noch etwas dazu posten mag. :)

  21. Gravatar Icon 21 überlin 11. Januar 2008 um 14:59 Uhr

    ich quetschmichrein

    bleiben wir bei ‚ich denkeglaubefinde..‘
    ich denke
    also bist du
    ich glaube
    gartenlaube
    ich finde
    ferien für immer

    ..mist
    zeit läuft mir davon
    ich hinterher
    wenn ich zurück bin
    will ich auch was zum thema beisteuern
    den höchsteigenen semf nämlich
    bis später

    einsnoch
    mal drübernachdenken
    ‚aus dem blog aus dem sinn‘..
    willstdu die diskussion nicht als solche auf die startseite zurückpacken und dort mit kleinem blinkendem ‚happy talkrunde‘button drauf aufmhttp://just.blogsport.de/smilies/yahoo_bigsmile.gif
    :derksam machen?
    für noch mehr andere die sicher auch wollen aber nicht soweit blättern
    vielleicht auch entgegen der scrollrichtung das aktuellste janz oben, wie wärs?

    danke für die zwei clubmate&tabak&gutenmorgenstunden
    dieser sommer wird unser sommer
    howdi

  22. Gravatar Icon 22 t 14. Januar 2008 um 11:21 Uhr

    Ich find’s immer urkomisch, wenn sich Leute über Leute aufregen.

    Also Splasher-Heinz ist sauer weil Streetartist-Klaus seine Bilder für 10000 EUR vertickt. Und dann auf einmal weniger „cred“ hat – oder so.
    Ich denke mal, wieso nicht. Es lebt sich auch nicht nur von Liebe und Luft allein. Und wenn man die ganze Zeit mit seiner Kunst verbringt ist es doch um so schöner, wenn man davon leben kann. Ich kenn zu viele in Berlin denen es anders geht. Kunst allgemein ist ein hartes Pflaster.

    Naja, uff jeden Fall ist Splashing dann wohl eine Art neue Sub-Kultur (von der Sub-Kultur), oder wie ordnet man das in Streetart ein? Ich meine „deface“ hin oder her, irgendwie entsteht ja auch neues („destruction breeds creation“).

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