+++Thailändische Haft..

Thailändische Haft wegen Graffiti auf Königsporträts
29. Mrz 13:25

Ein Schweizer kommt in Thailand für zehn Jahre ins Gefängnis. Er hatte Bilder von König Bhumibol mit Farbe besprüht.

juferMajestätsbeleidigung ist in Thailand ein schweres Vergehen. Wer etwa auf einem Geldschein mit dem Konterfei von König Bhumibol Adulyadej herumtrampelt, muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen. Ein Schweizer, der fünf Porträts des Herrschers mit schwarzer Farbe besprüht hatte, wurde jetzt zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Vor einem Gericht in der nordthailändischen Stadt Chang Mai bekannte sich der 57-jährige Oliver Jufer schuldig. Als Höchststrafe drohten in seinem Fall sogar 75 Jahre Haft. Richter Phitsanu Tanbukalee erklärte am Donnerstag jedoch, die Strafe sei geringer ausgefallen, weil der Mann sein Fehlverhalten eingestanden habe.

Der Verurteilte hat nun einen Monat Zeit, um Berufung einzulegen. Es ist das erste Mal seit gut einem Jahrzehnt, dass in Thailand ein Ausländer unter den strengen Gesetzen zum Schutz der Monarchie verurteilt wurde.

Schweizer in Fußfesseln vor Gericht

Jufer, der in orangefarbener Häftlingskleidung und mit Ketten an den Füßen in den Gerichtssaal geführt wurde, zeigte bei der Urteilsverkündung keinerlei Regung und äußerte sich auch nicht dazu. Überwachungskameras hatten festgehalten, wie er am 5. Dezember in der nordthailändischen Stadt Chiang Mai die Königsporträts übersprühte. Es war der Tag des 79. Geburtstags Bhumibols, der überall im Lande gefeiert wurde.

Der Anwalt des 57-Jährigen erklärte, sein Mandant sei während der Tat betrunken gewesen. Der Schweizer lebt schon seit zehn Jahren in Chiang Mai.

Nach Angaben der Schweizer Botschaft kann er seine Strafe nicht in der Heimat verbüßen. In entsprechenden Rechtsabkommen sei diese Möglichkeit bei allen Delikten, die die Königsfamilie beträfen, ausdrücklich ausgeschlossen, sagte Botschaftssprecher Jacques Lauer der Nachrichtenagentur dpa. Die Autonomie der Justiz werde respektiert. Laut der Botschaft war an der Attacke auf die Königsporträts eine zweite Person beteiligt, über deren Verbleib nichts bekannt sei. (AP/dpa)

via netzeitung.de.

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