ernte in bielefeld..:

must bi written – streetart in bielefeld

wenn ichs richtig verstanden habe, dann ist das erste projekt von „kaOz ernte 06″ kaoz ernte 06der versuch zur etablierung von streetart/graffiti/musik und subkultur auf, oder zu einer „akzeptierten“ ebene. diese ebene und ort ist das jz in bielefeld, in welchem mit diesem projekt versucht werden soll junge, kreative und produktive leute zu foerdern und fordern -
„Egal was, wir sind unten mit Euch: Graffiti, Streetart, Musik, Design, Fotografie, Lifestyle, Fliegenfischen oder Kaffeesatzlesen“

und weiter: „„Ernte“ als Ausdruck für all das, was diese Stadt hervorbringen kann. Und entgegen der landläufigen Meinung sind wir der Überzeugung, dass wir uns da nicht hinter den Metropolen dieses Landes verstecken müssen. Warum nicht mal was Ausgefallenes, Spannendes, Innovatives, Experimentelles, Provozierendes in Bielefeld an den Start bringen? Calling Berlin, Hamburg, Köln: Das können wir auch. Wort.“
ist doch mal eine ansage und verspricht viel, aber wie diese „praesentationsplattform“ dann schlieszlich aussieht und inwieweit initionatoren wie „carhartt“, „o.zone“ u.a. ihr eigenes kommerzielles interesse dort rein bringen, bleibt abzuwarten..
aufjedenfall hoert sichs erstmal alles sehr interessant an und ich bin very anxious, was das projekt zu bieten hat und vor allem was in bielefeld so abgeht! wir duerfen bestimmt sehr gespannt sein..
(berlin calling bielefeld: just.blogsport such korrespondenten)
:)

„Graffiti, Stencils, Spuckis, Tags, Pieces, etc…. must be writtenDie Ausdrucksformen jugendkultureller Kreativität sind mannigfaltig und in nahezu jedem Stadtbild mittlerweile allgegenwärtig. Für viele ein Ärgernis & Sachbeschädigung, hat diese jugendliche Ausdrucksform in den vergangenen 35 Jahren eine erstaunliche Entwicklung gemacht: Ausgehend von der unteren sozialen Schicht in New York hin zu einem globalen Phänomen, das Einzug in die Kunstgalerien dieser Welt gehalten hat. Unzählige Grafikdesigner, Künstler, Maler, Fotografen, etc… sind von dieser ursprünglichen Nischenkultur beeinflusst und entwickeln die Ausdrucksformen ständig weiter.

Neben den ästhetischen Aspekten dieser Bewegung gehen aber auch gesellschaftliche Funktionen einher, die im Kontext der Streetartdiskussion und deren Kriminalisierung häufig unter den Tisch gekehrt werden.

Ausgehend von Jean Baudrillard´s exzellentem Aufsatz „Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen“ begreifen wir Streetart als wichtiges Ausdrucksmedium Jugendlicher. Zentrales Kriterium ist hier die Einmischung in die Öffentlichkeit. Die Bedeutung der Öffentlichkeit für ein Streetartprodukt ist groß: der Kommunikationsprozess zwischen Künstler und Betrachter ist öffentlich, d.h. in einer Sphäre, die grundsätzlich allen möglichen Betrachtern zugänglich ist. Wird der Begriff der Öffentlichkeit als Sphäre hinzugezogen, die von Funktionseliten und schwer durchschaubaren Machtkomplexen beherrscht wird, zeigt sich, dass Streetart hier etwas Besonderes darstellt: Als Kommunikationsangebot von Einzelpersonen dringen sie auf fremdes Territorium vor. Da sie sich im Bereich des Inoffiziellen bewegen, kann ihnen gelingen, was anderen Einzelpersonen im Bereich des Offiziellen höchstens auf der Leserbriefseite ihrer Tageszeitung gelingt: die Übermittlung von ganz persönlichen Botschaften und subjektiven ästhetisch- anspruchsvollen Ausdrucksformen an eine fast uneingeschränkte Anzahl von „Empfängern“. Da Streetart-Künstler jedoch die gesellschaftliche geduldeten Kanäle zur Botschaftsübermittlung negieren und zudem ihre Arbeiten wahrscheinlich eine größere Öffentlichkeit als Leserbriefe haben, muss ihr Agieren auch als Einmischung im Sinne einer Aneignung der für Individuen verlorenen Sphäre der Öffentlichkeit interpretiert werden. Repräsentativ dafür steht ein Zitat von Andreas Welskop:

programm„Gesellschaftliches und soziales Vorbild für die Streetart war im Übrigen die Überschüttung der Städte mit Werbemitteln, Reklamen, das skrupellose Setzen von Werbe-Marken, zum Beispiel auch der Wahlkampf mit immer intensiveren Werbekampagnen für eine nachvollziehbar immer verlogenere Politik. Das braucht Gegengewichte!“

Mit StreetArt Bielefeld 2006 wollen wir eine Seite zeigen, die fernab von Kriminalität ein ungeheuer spannendes und kreatives Betätigungsfeld Jugendlicher repräsentiert, das auch in Bielefeld umtriebige Wurzeln geschlagen hat. Dieser künstlerischen Ausdrucksform aus dem Weg zu gehen, erscheint mittlerweile unmöglich, da sie im Alltag eines jeden Einzelnen auftaucht. Gewollt oder nicht gewollt. Aufklären, andere Perspektiven einnehmen, Streetart als wichtige Kunstform wahrnehmen: Das ist unser erklärtes Ziel.

„Dafür, dass es Vandalismus ist, sind wir ganz schön kreativ…“ (Künstlerzitat).“
text von hier.

seak

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5 Antworten auf “ernte in bielefeld..:”


  1. Gravatar Icon 1 booty 27. August 2006 um 23:56 Uhr

    ::boah:n streetart-stadtplan sollte mal wer fuer berlin anlegen:)) ville spass:::is bestimmt jut jemeint aber der erwachsen soziologische duktus des textes, der wohl vordergruendig an das grosse klientel der jungendlichen und jugendlich gebliebenen appellieren moechte steht, nach meinem gusto, kontraer zur zielsetzung. mit anderen worten: der text wirkt rausgequetscht und macht den eindruck, als haette sich wer nen zacken aus der krone jebrochen:::

  2. Gravatar Icon 2 28. August 2006 um 20:23 Uhr

    Ja, der Text wirkt beim ersten lesen ziemlich „kantig“… und in Bielefeld ist in Sachen Streetart im Vergleich zu manch anderen Städten mehr oder weniger „Tote Hose“ aber dies ist so ein (klener) Versuch die Bielefelder selbst auf Streetart in Bielefeld aufmerksam zu machen und auch einpaar Signale udn Lebenszeichen nach ausserhalb zu senden und zu zeigen „Bielefeld – gibt es doch!“

  3. Gravatar Icon 3 just 28. August 2006 um 20:34 Uhr

    oh und da ist die auslandskorrespondenz :) cool!
    ..find das projekt auch super und bin mal gespannt was draus wird!
    unterschreiben sie hier.

  4. Gravatar Icon 4 kaem 28. August 2006 um 23:52 Uhr

    witzig das dieses event im jz kamp stattfindet. die laszen auf ihren partys auch schon mal tagger von der polizei abführen.

  5. Gravatar Icon 5 Frohe Ernte 23. April 2010 um 15:27 Uhr

    Respekt an euch mit eurer Kunst!

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